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WPAgently
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Rechtliches

Endnutzer-Lizenzbedingungen (EULA)

Stand: 3. August 2026

1. Geltung und Einbeziehung

1.1 Diese Endnutzer-Lizenzbedingungen regeln die Nutzung der kostenpflichtigen Bestandteile von WPAgently und die besonderen Bedingungen des optionalen Power-Modus. Lizenzgeber ist Finn Hillebrandt, Am Brandberg 10, 21401 Thomasburg, Deutschland, nachfolgend „Anbieter“. Nutzerin oder Nutzer ist nachfolgend der „Kunde“.

1.2 Diese EULA ist Teil des produktbezogenen Supplier Agreement im Polar-Checkout. Sie wird nur Vertragsbestandteil, wenn Polar sie dem Kunden vor der Bestellung zugänglich macht und der Kunde ihrer Geltung im Checkout zustimmt. Installation oder Aktivierung allein ersetzt die erforderliche Einbeziehung nicht.

1.3 Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln ergänzend Bereitstellung, Laufzeit, Support, Mängelrechte und Haftung. Bei einem Widerspruch geht diese EULA für konkrete Nutzungsrechte und den Power-Modus vor. Zwingendes Recht und die GPL-Rechte nach Ziffer 2 bleiben unberührt.

2. Komponenten und unterschiedliche Lizenzen

2.1 WPAgently besteht aus folgenden Komponenten:

  1. WordPress-Plugin „wp-agent-companion“
  2. WordPress-Plugin „wp-agent-power“
  3. Node-CLI „wp-agent“ einschließlich Presets
  4. Agent-Skills, Vorlagen und Dokumentation
  5. Lizenz-, Update- und Supportleistungen

2.2 Die beiden WordPress-Plugins werden unter GPL-2.0-or-later bereitgestellt. Für sie gelten die jeweils mitgelieferten Lizenztexte. Der Kunde darf die Plugins im Umfang der GPL nutzen, untersuchen, verändern und weitergeben. Keine Bestimmung dieser EULA schränkt diese Rechte ein.

2.3 Die Node-CLI, Presets, Agent-Skills, Vorlagen und Dokumentation sind urheberrechtlich geschützt und nicht unter der GPL lizenziert, soweit eine einzelne Datei keine abweichende Lizenz nennt. Für diese Bestandteile räumt der Anbieter die Rechte nach Ziffer 3 ein.

2.4 Rechte Dritter an eingebundenen Bibliotheken, Symbolen oder sonstigen Bestandteilen richten sich nach den jeweils mitgelieferten Lizenz- und Hinweistexten.

3. Nutzungsrecht an den kostenpflichtigen Bestandteilen

3.1 Für die Vertragslaufzeit erhält der Kunde ein einfaches und nicht übertragbares Recht, die in Ziffer 2.3 genannten Bestandteile für eigene oder im Agentur-Tarif betreute WordPress-Projekte zu installieren und zu nutzen.

3.2 Die Zahl der offiziellen Website-Aktivierungen ist tarifabhängig:

  • Solo: 1 Website
  • Pro: bis zu 5 Websites
  • Agentur: bis zu 25 Websites

Die Begrenzung gilt für Lizenzaktivierung, offiziellen Updatezugang, Support und die Nutzung der kostenpflichtigen Bestandteile. Sie beschränkt nicht die GPL-Rechte am Plugin-Code.

3.3 Der Kunde darf Sicherungskopien der proprietären Bestandteile erstellen und sie auf eigenen Geräten beziehungsweise Geräten des eigenen Unternehmens installieren, soweit dies zur vertragsgemäßen Nutzung erforderlich ist.

3.4 Ohne Zustimmung des Anbieters darf der Kunde die proprietären Bestandteile oder den Lizenzschlüssel nicht veröffentlichen, vermieten, verkaufen, unterlizenzieren, als eigenes Produkt vertreiben oder Dritten außerhalb des gebuchten Nutzungsumfangs zugänglich machen.

3.5 Gesetzlich zwingende Rechte zur Fehlerberichtigung, Interoperabilität, Untersuchung oder Dekompilierung bleiben unberührt. Die Beschränkungen dieser Ziffer gelten nicht für Handlungen, welche die GPL für die WordPress-Plugins erlaubt.

4. Bring-your-own-agent und externe Dienste

4.1 Der Kunde nutzt einen kompatiblen KI-Client, insbesondere Claude Code, Claude Desktop oder Codex, oder den optionalen integrierten WordPress-Chat unter einem eigenen Vertrag mit einem kompatiblen KI-Anbieter. Der Anbieter stellt weder das KI-Konto noch Rechenkontingent bereit.

4.2 Im normalen Betrieb werden WordPress-Inhalte, Datenbankinhalte und WordPress-Zugangsdaten nicht an einen WPAgently-Anwendungsserver übertragen. Free kommuniziert nicht mit Polar. Nach freiwilliger Aktivierung einer bezahlten Lizenz kommunizieren Lizenzaktivierung, tägliche Lizenzprüfung und Deaktivierung direkt mit Polar. Die Plugins rufen außerdem statische Update-Manifeste und bei einer Aktualisierung Pakete von wpagently.com ab. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

4.3 Der Kunde entscheidet, welche Inhalte sein KI-Agent verarbeitet und veröffentlicht. Er ist für rechtliche Prüfung, sachliche Richtigkeit, Rechte Dritter und die Einhaltung der Bedingungen des jeweiligen KI-Anbieters verantwortlich.

4.4 Beim integrierten WordPress-Chat werden Nachrichten und die für die Antwort über lesende Abilities abgerufenen Website-Daten direkt von der WordPress-Installation an den unter Einstellungen > Connectors gewählten KI-Anbieter übermittelt. Der Datenfluss läuft nicht über einen WPAgently-Anwendungsserver. Der Kunde entscheidet, ob und mit welchen Daten er diese optionale Funktion unter seinem Vertrag mit dem KI-Anbieter nutzt.

5. Allgemeine Sicherheitsregeln

5.1 Der Kunde schützt WordPress-Anwendungspasswörter, OAuth-Tokens, KI-Zugangsdaten, Lizenzschlüssel, Backup-Passphrasen und lokale Konfigurationsdateien vor unbefugtem Zugriff. Geheimnisse dürfen insbesondere nicht in öffentliche Repositories, Prompts, Supportnachrichten oder ungeschützte Backups gelangen.

5.2 Für den normalen Content-Modus soll ein eigener WordPress-Benutzer mit den dokumentierten minimalen Rechten verwendet werden. Administrator-Zugangsdaten sind nur dort einzusetzen, wo eine konkrete administrative Fähigkeit sie erfordert.

5.3 Der Kunde installiert Sicherheitsaktualisierungen zeitnah, hält WordPress, PHP, Node.js und eingesetzte Erweiterungen aktuell und prüft Änderungen vor der Veröffentlichung.

6. Optionaler Power-Modus

6.1 Zweck und Berechtigungsstufen

Der Power-Modus wird als separates Plugin „wp-agent-power“ ausgeliefert. Er ist standardmäßig deaktiviert und muss bewusst installiert, lizenziert und freigeschaltet werden. Er richtet sich an technisch erfahrene Nutzer für Entwicklung, Staging, Wartung, Backup und Wiederherstellung.

Die technische Oberfläche umfasst insbesondere:

  1. P0 mit Lesezugriffen auf Dateien, Optionen, ausgewählte Datenbankabfragen und Umgebungsinformationen
  2. P1 mit einer begrenzten Liste von WP-CLI-Wartungsbefehlen
  3. P2 mit Dateischreibzugriff, der beim Schreiben ausführbarer PHP-Dateien bereits beliebige Code-Ausführung ermöglichen kann
  4. P3 mit kontrollierten Datenbank- und Optionsänderungen
  5. P4/P5 mit unmittelbarer Ausführung beliebigen PHP-Codes
  6. BACKUP mit vollständigem Datenbank- und Dateiexport
  7. RESTORE mit der Wiederherstellung von Datenbank und Dateien

Alle Stufen sind standardmäßig geschlossen. Die jeweils aktuelle technische Dokumentation beschreibt Gates, Umgebungsprüfungen, Bestätigungen, Backup-Anforderungen und Grenzen.

6.2 Besondere Risiken

Der Kunde nimmt insbesondere folgende Risiken zur Kenntnis:

  1. P0 kann trotz Schwärzungsmustern vertrauliche Daten lesen, wenn ein Geheimnis in einem nicht erkannten Format vorliegt.
  2. P2 überschreitet bereits die Grenze zur möglichen Code-Ausführung. Ein geschriebenes PHP- oder MU-Plugin kann die Website vollständig kontrollieren.
  3. P4/P5 führt beliebigen PHP-Code mit den Rechten des WordPress-Prozesses aus. Der Code kann Daten lesen, verändern oder löschen, Sicherheitsmechanismen abschalten und externe Verbindungen aufbauen.
  4. BACKUP exportiert absichtlich vollständige und nicht geschwärzte Daten. Ein Backup kann personenbezogene Daten, Passwort-Hashes, Tokens, Schlüssel und Geschäftsgeheimnisse enthalten.
  5. RESTORE überschreibt Datenbankinhalte oder Dateien und kann bei falscher Zielseite, unvollständigem Stand oder unterbrochenem Lauf Datenverlust und Ausfall verursachen.
  6. Ein KI-Agent kann durch Prompt-Injection, manipulierte Inhalte, fehlerhafte Annahmen oder kompromittierte Abhängigkeiten zu unbeabsichtigten Aktionen veranlasst werden.
  7. Ein geleaktes WordPress-Administratorpasswort oder Anwendungspasswort kann serverseitig angebotene Power-Funktionen direkt aufrufen. Lokale CLI-Bestätigungen und lokale Backup-Prüfungen schützen nicht vor einem solchen direkten Aufruf.

6.3 Pflichten des Kunden

Bei Nutzung des Power-Modus muss der Kunde:

  1. eine mit HTTPS geschützte Verbindung verwenden,
  2. ein gesondertes WordPress-Anwendungspasswort mit den erforderlichen Rechten verwenden, geheim halten und nach Abschluss der Arbeiten widerrufen, wenn es nicht mehr benötigt wird,
  3. Master-Schalter und einzelne Stufen nur für die notwendige Dauer öffnen und anschließend schließen,
  4. den Power-Endpunkt nicht ohne WordPress-Authentifizierung oder durch eine vorgeschaltete Fehlkonfiguration allgemein zugänglich machen,
  5. vor jeder zustandsverändernden Aktion ein aktuelles, vollständiges und getrennt gespeichertes Backup erstellen und dessen Wiederherstellbarkeit angemessen prüfen,
  6. sensible Backups mit einer starken, getrennt gespeicherten Passphrase verschlüsseln,
  7. Zielwebsite, Umgebung, Zielpfad, Tabellen, beabsichtigte Änderung und Backup-Zuordnung vor Bestätigung kontrollieren,
  8. P2 und P4/P5 vorrangig auf Entwicklungs- oder Staging-Systemen verwenden,
  9. einen Einsatz auf einer Produktivwebsite nur nach bewusster Risikoabwägung und mit den technisch vorgesehenen Produktionsfreigaben durchführen,
  10. den Agenten bei zustandsverändernden Aktionen beaufsichtigen und Ergebnis, Audit-Log und Websitezustand anschließend prüfen.

6.4 Grenzen der Schutzmechanismen

Der Power-Modus enthält unter anderem serverseitige Lizenz-, Rollen- und Stufen-Gates, Umgebungssperren, geschützte Bereiche, lokale Bestätigungen, automatische Snapshots für die vorgesehenen CLI-Wege, Crash-Guards, Health-Probes, einen kooperativen lokalen Lock und ein hash-verkettetes serverseitiges Audit-Log.

Diese Mechanismen reduzieren Fehlbedienung, sind aber keine Garantie gegen Datenverlust, Datenabfluss oder Kompromittierung. Insbesondere gelten folgende Grenzen:

  1. Pflicht-Backup, Unlock-Session und getippte Bestätigung werden von der CLI durchgesetzt. Ein direkter authentifizierter Webaufruf kann diese clientseitigen Schritte umgehen.
  2. Nicht jede Dateioperation hat ein automatisches Rollback. Beliebige PHP-Ausführung kann nicht zuverlässig automatisch zurückgerollt werden.
  3. Ein erfolgreich ausgeführter P4/P5-Code kann Audit-Log, Gates und Not-Aus-Funktionen verändern oder löschen.
  4. Health-Probes erkennen bestimmte technische Ausfälle, aber keinen logisch falschen oder absichtlich schädlichen, weiterhin antwortenden Zustand.
  5. Das Audit-Log erfasst nicht jeden Lesezugriff und enthält bei Backups Metadaten, nicht die exportierten Zeilendaten selbst.

Getippte Bestätigungen dienen der Bedienungsdisziplin. Sie sind keine elektronische Signatur und kein abschließender Nachweis dafür, dass eine konkrete Handlung rechtlich oder technisch informiert war.

6.5 Aktivierung und Deaktivierung

Administratoren können Master-Schalter und Stufen in WordPress unter Werkzeuge > WP Agent Power oder über die dokumentierten WP-CLI-Befehle verwalten. Die lokale CLI verwendet zusätzlich eine zeitlich begrenzte Unlock-Session. Eine gültige WPAgently-Lizenz ist Voraussetzung für die Registrierung der Power-Funktionen.

Der Kunde kann den Power-Modus jederzeit durch Schließen der Stufen, Schließen des Master-Schalters, Beenden der lokalen Session, Widerruf des Anwendungspassworts oder Deaktivierung des Plugins abschalten. Der Anbieter besitzt keinen davon unabhängigen Fernzugriff auf die Kundenwebsite und keine gesonderte fernauslösbare Abschaltfunktion.

7. Mängelrechte und Haftung

7.1 Die gesetzlichen Mängelrechte und die Haftungsregelungen der AGB gelten auch für den Power-Modus. Die Risikohinweise beschränken keine zwingenden gesetzlichen Rechte und schließen die Haftung des Anbieters nicht pauschal aus.

7.2 Bei der Beurteilung eines Schadens werden die konkrete Ursache, die Einhaltung der Pflichten aus Ziffer 6.3 und ein nachgewiesenes Mitverschulden nach den gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt.

7.3 Kompatibilitätsangaben sind nur in dem Umfang verbindlich, in dem sie bei Vertragsschluss ausdrücklich als vereinbarte Beschaffenheit bezeichnet wurden. Die Dokumentation unterscheidet praktisch getestete, defensiv unterstützte und nicht bestätigte Konfigurationen.

8. Updates und Produktänderungen

8.1 Während der Vertragslaufzeit stellt der Anbieter erforderliche Funktions- und Sicherheitsaktualisierungen bereit. Der Kunde hat keinen Anspruch auf eine bestimmte neue Funktion oder auf dauerhafte Beibehaltung einer nicht vereinbarten experimentellen Funktion.

8.2 Der Anbieter darf den Power-Modus aus einem triftigen Sicherheitsgrund in einer zukünftigen Version einschränken, ein Gate verschärfen oder eine gefährdete Funktion entfernen. Für Verbraucher gelten dabei die Informations- und Beendigungsrechte für Änderungen digitaler Produkte. Bereits installierte GPL-Plugin-Kopien werden dadurch nicht aus der Ferne verändert.

9. Laufzeit und Folgen der Beendigung

9.1 Das Nutzungsrecht an den proprietären Bestandteilen besteht während der Vertragslaufzeit. Nach Vertragsende darf der Kunde diese Bestandteile nicht weiter für neue oder produktive Vorgänge einsetzen. Er darf Kopien vorübergehend aufbewahren, soweit dies für Datensicherung, Nachweis gesetzlicher Ansprüche oder eine geordnete Deinstallation erforderlich ist.

9.2 Lizenzaktivierungen, offizieller Updatezugang, kostenpflichtige Downloads und Support enden mit dem Abonnement. Die GPL-Rechte an bereits erhaltenen WordPress-Plugins und zwingende gesetzliche Rechte bleiben bestehen.

10. Schlussbestimmungen

10.1 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

10.2 Die Unwirksamkeit einer Bestimmung lässt die übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

10.3 Nebenabreden und individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen vorformulierten Bedingungen.

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